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Bewerbung um den neuen Job!

Nach einer Trennung gilt es, viele Herausforderungen zu meistern! Eine große Herausforderung ist oft ein neuer Job, wenn man in der Beziehung nicht berufstätig war oder nur einer Teilzeitbeschäftigung nachging, durch die die Kosten des neuen Lebens nicht getragen werden können. Mit viel Glück ist es möglich, die Arbeitszeit im Betrieb auf Vollzeit auszudehnen, um das Problem zu lösen.

Aber das gelingt nicht immer – ein neuer Job muss her!

Doch schon hier beginnt der Hürdenlauf!

  1. Wie schreibe ich überhaupt eine erfolgreiche Bewerbung?
  2. Über- oder unterqualifiziert?
  3. Das Alter!

 

1. Bewerbungschreiben:

Oft und ohne große Überlegungen gebrauchen wir alte Bewerbungsschreiben, mit denen wir einst erfolgreich zu einem Job gekommen sind. Und gerade durch diese Art der Bewerbungen verhauen wir uns die Chance auf den angestrebten Job, weil sich die Zeiten geändert haben. Es ist heute auch kaum noch möglich, durch persönliches Erscheinen einen Arbeitgeber von sich zu überzeugen, weil die Bewerbungsprozesse heute fast ausschließlich online verlaufen. Die Bewerbung muss so besonders sein, dass sie dem Personalchef sofort als positiv ins Auge sticht. Vor allem aber gibt es Dinge, durch die Ihre Bewerbung sofort aussortiert wird. Dinge, die Sie NIE für möglich gehalten hätten. Darum hier die Bewerbungsart, die Sie zum Erfolg bringt!

Hier klicken zur perfekten Bewerbung

Hier einen Job finden:

  • indeed.com
  • jobrapido.de
  • kimeta.de
  • jobrobot.de
  • careerjet.de
  • ebay-kleinanzeigen

 

2. Über- oder unterqualifiziert für den Job!

Wer für bestimmte Stellenangebote unterqualifiziert ist, darf sich nicht über eine Absage wundern.

Hier kann es nur eine Lösung geben – 

Hier klicken zur benötigten Qualifikation

 

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Wundern muss man sich erst, wenn man wegen Überqualifikation abgelehnt wurde. Und das passiert häufiger, als so mancher denkt. Die Gründe des Arbeitgebers sind hier so oft:

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– Angst, dass sich der Arbeitnehmer langweilt, sich unterfordert fühlt und die Stelle schnell wieder verlässt.

– Das Alter! Oft wird Überqualifikation nur deshalb als Ablehnungsgrund angeben, weil man das Alter nicht als Grund, wegen dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, angeben kann.

– Konkurrenz! Manche Vorgesetzte fürchten einfach nur die Kompetenz des Bewerbers. Keiner holt sich gerne einen Konkurrenten ins Haus.

Was kann man dagegen tun?

Während man als junger Bewerber mit seinen Leistungen kräftig auf die Werbetrommel hauen muss, gilt hier:

– Die nicht für die Stelle benötigten Qualifikationen im Anschreiben und Lebenslauf auszublenden, und den Fokus nur auf das geforderte Leistungsmerkmal zu lenken.

Im Anschreiben und im Vorstellungsgespräch können Sie deutlich machen, dass es Ihnen nur um die angeforderte Stelleneigenschaft geht und nicht um eine Führungsaufgabe. (Konkurrenzangst ausschalten!)

Im Vorstellungsgespräch können Sie darlegen, warum Sie Ihr Leben verändern wollen. Z.B. weil Sie sich mehr Zeit für Ihre Familie oder Ihr privates Hobby wünschen. Dann sieht man Ihre Überqualifikation eher als Vorteil, als einen Mangel.

 

3. Das Alter

In einigen Stellenangeboten sticht besonders der Satz hervor: „Für unser junges Team suchen wir!“

Damit möchte man die Bewerbung von Älteren verhindern. Doch gerade das bevorstehende Rentenalter von 70 wird die Diskussion um die Altersdiskriminierung besonders anheizen. Bevor ein/ eine über 40 jährige(r) Bewerber(in) eingestellt wird, werden sogar Bewerber aus anderen Ländern bevorzugt. Je älter, desto schlechter wird es, überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Das Vorstellungsgespräch wäre aber die Chance, um zu zeigen, dass Sie ein durchaus fähiger, strahlender und fitter Mensch sind, der für die angestrebte Stelle qualifiziert wäre.

Die Ängste oder gar Vorurteile, die hier vorherrschen, sind: 

– Weniger Leistungskraft, weil viele mit dem Alter auch Schwäche assoziieren.

– Mangelnde Erfahrung im Umgang mit Computerprogrammen, wie Word oder Excel, oder SAP.

– Teurer, weil auch der Urlaubsanspruch mit dem Alter wächst.

Was kann man dagegen tun?

– Konzentrieren Sie sich tatsächlich nur auf Stellenausschreibungen, die absolut Ihren Stärken entsprechen. Notfalls erweitern Sie Ihre Qualifikationen.

– Punkten Sie mit Ihren Stärken in Ihrem Anschreiben, die sich aus dem Alter ergeben, wie z.B:

eine höhere Zuverlässigkeit, Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber, keine Ausfallzeiten wegen Schwangerschaft, flexibler in der Arbeitszeitgestaltung, weil die Kinder aus dem Haus sind, eine höhere Konfliktfähigkeit, Ausgeglichenheit, usw.

– Konzentrieren Sie sich mehr auf die Stellen, die altersgerecht sind. Dort gehen Sie nicht in den Wettkampf mit jüngeren Mitbewerbern.

– Es kann hilfreich sein, das Alter in der Bewerbung gleich direkt anzusprechen. Zählen Sie die Vorteile Ihres Alters auf und enden mit dem Satz – Schön, dass Sie Menschen nicht aufgrund ihres Alters diskriminieren. Bei einigen wirkt das und Sie werden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

 

Der Nachweis der Altersdiskriminierung

Nicht nur Sie haben Tränen in den Augen, als Sie schon wieder eine Absage in den Händen halten, auch Ihr Mülleimer quält sich, weil sein Fassungsvermögen schon längst überschritten ist. Sie wissen, dass die serienmäßige Absage nur einen Grund hat – Ihr Alter. Doch wie lässt sich das beweisen?

Eigentlich ist das ganz einfach!

Sie schicken eine Bewerbung mit Ihrem wahren Alter, und eine mit einem ca. 20 Jahren jüngeren Alter. Sie passen dann im Lebenslauf alle Ihre Daten darauf an, ohne die Qualifikationen zu verändern und schicken eines Ihrer Fotos mit, die dem gefakten Alter entsprechen.

Erhalten Sie jetzt nur eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch aufgrund Ihrer gefakten Bewerbung, aber keine auf Ihr wahres Alter, dann kann das für Sie sehr gewinnbringend sein. Ein außerordentlich lukrativer Nebenjob. Denn jetzt haben Sie den Beweis in den Händen, dass hier alterdiskriminiert wird und können vor dem Arbeitsgericht Schadensersatzansprüche geltend machen ( 10.000 Euro).

Diese Art von Testbewerbungen ist zulässig:

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Landesarbeitsgericht Urt. v. 09.04.2014 Az. 3 Sa 401/13

§ 15 AGG

 

Der letzte Ausweg – Arbeitsverleihfirmen!

Wenn ich dieses Wort „Verleihfirmen“ schon höre, kocht mir die Wut hoch, weil ich grundsätzlich gegen Ausbeutung bin. Immerhin verdienen diese Firmen an Ihrer Arbeitsleistung, ohne selbst dafür gearbeitet zu haben. Sie erhalten also weniger Lohn für die gleiche Arbeit, die ein anderer verrichtet.

Doch manchmal erweist sich diese Möglichkeit, tatsächlich als Glücksfall, wenn Sie dann vom Arbeitgeber übernommen werden.

Dennoch ist bei jedem Stellenangebot, das von einer Verleihfirma ausgeschrieben ist, immer Vorsicht angesagt. Schwarze Schafe gibt es immer wieder und hinter so manch verlockendem Angebot steckt nur ein Scheinangebot – diese Stelle gibt es gar nicht.

Wann immer Sie sich bei einer Verleihfirma bewerben – rufen Sie vorher an und stellen Sie alle Fragen nach Arbeitszeit, Stundenlohn, usw. Will man Ihnen am Telefon keine Auskunft geben und drängt auf ein persönliches Vorstellungsgespräch, mit,  „Wir können das alles bei einem persönlichen Vorstellungsgespräch abklären!“, ist Vorsicht angesagt.

Oft findet das Vorstellungsgespräch in weiter Ferne statt. Die Fahrkosten haben 1.) Sie an der  Backe und 2.) finden Sie dann heraus, dass das beschriebene Stellenangebot gar nicht existiert. Es war nur ein Lockangebot, um Sie in die Kartei der Verleihfirma zu bekommen, für jedes andere erdenkliche Angebot.

Probearbeit:

Eine Probearbeit ist dazu gedacht, dem Arbeitnehmer einen Einblick in den Betrieb zu verschaffen, um abzuschätzen, ob ihm die Arbeit und der Betrieb liegt. Der Bewerber kann, wenn er will, mitarbeiten. Probearbeit bedeutet nicht, dass Sie den gesamten Arbeitstag mitarbeiten müssen. Seriös ist Probearbeit erst, wenn im Vorfeld ein persönliches Vorstellungsgespräch stattgefunden hat.

Melden Sie sich auf das Stellenangebot einer Verleihfirma und man bietet Ihnen sofort (ohne Vorstellungsgespräch vorweg) ein Probearbeiten an – dann Vorsicht! Das ist unseriös. Hier will man nur Ihre kostenlose Arbeitskraft erbeuten.